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Time Magazine: Schwester Catherine ist eine gute Mazedonierin - 1933

Eine Krankenschwester tötete einen Mörder in einem Krankenhaus, um den Mord an einem mazedonischen Redakteur zu rächen.



Hristo Trojanov Mitglied der "Protogeroistischen" Fraktion der Mazedonier erschoss Simeon Evtimov, Herausgeber der Zeitung "Mazedonien" und Mitglied der rivalisierenden "Mihajlovistischen" Fraktion bei einem Kampf neben dem königlichen Palast in der bulgarischen Hauptstadt Sofia.

Trojanov, der bei dem Attentat verletzt worden war, lag mit 17 weitern Patienten in einem großen Raum. Ein Kriminalbeamter und zwei Polizisten bewachten ihn. Schwester Ekatarina Konstantinova (Екатерина Константинова) tötete Trojanov als dieser verletzt im Alexander Krankenhaus in Sofia lag, als Rache an den Mord von Eftimov.


"Als ein guter Mazedonierin, konnte ich nicht zögern"

Die Krankenschwester wurde sofort verhaftet und sagte damals aus, dass ein ihr nicht bekannter Mazedonier ihr die Waffe gegeben hätte. Auch bekam sie von ihm Anweisungen Trojanov als Strafe für seinen Mord an den "Patrioten" Evtimov zu töten. Sie, als "gute Mazedoniern" konnte nicht zögern, und führte die Tat aus.

Schwester Ekatarina, war damals im Jahre 1933 erst 26 Jahre alt, sechs Jahre lang arbeitete sie bis Dato im Alexander Krankenhaus in Sofia. Sie war sehr freundlich zu allen Patienten und sehr beliebt. 

Am 16. Januar 1933 berichtete das Time Magazine über den Vorfall. Den englischen Originallaut könnt Ihr HIER finden. Hier folgt die Übersetzung des Artikels.


Bulgarien: Eine gute Mazedonierin

Sechs Jahre lang war Schwester Catherine Konstantinoff (26) Krankenschwester im Alexander Hospital in Sofia. Bekannt für ihre Hingabe, ihr Können, ihre stille Art am Krankenbett, wurde sie vor kurzem zur Stationsmatrone befördert. Schwester Catherine ist eine gute Mazedonierin. . . .

Vor zwei Wochen schlenderten Christo Trojanoff und Ivan Petroff, ebenfalls Mazedonier, in Jagdgewändern am Königspalast vorbei, ausgerüstet mit Gewehren, Jagdhunden, Pistolen und Bomben. Sie waren Redakteure, insbesondere Redakteur Simeon Eftimoff, Führer der "Mikhailovistischen" Fraktion der Mazedonier, die von den Anhängern des verstorbenen Generals Protogeroff erbittert bekämpft wurde, aus denen selbst andere Bulgaren nicht allzu sicher sind. Auf der anderen Straßenseite erschienen Redakteur Eftimoff und seine beiden Leibwächter.

Im Inneren des Palastes versuchten der kleine Zar Boris und Alexander Malinoff, der Präsident der Versammlung, einen Nachfolger für Premier Nicolas Mouschanoff zu finden, der gerade resignierte. Knall! Knall! Knall! Eine Salve von Schüssen rüttelte an den hohen Fenstern. Seine Majestät und sein Minister eilten gerade rechtzeitig zu den großen Portiers, um zu sehen, wie die Jagdhunde in der Ferne jaulten, während die Jäger, der Redakteur und seine Bodyguards blindlings davonflammten. Sie rannten aus ihren Wachtposten hinaus und ließen die königlichen Wachen wahllos auf beide Parteien schießen. Ein Polizist und ein Fensterwächter im Kriegsministerium wurden erschossen. Redakteur Eftimoff starb an seinen Wunden. Sechzig Schüsse wurden abgefeuert und acht Personen verwundet, bevor die Polizeireserven die Aktion auflösten.

Attentäter Petroff wurde ins Gefängnis gebracht, der Schwerverletzte Attentäter Trojanoff schleppte sich zum Alexander Hospital. Letzte Woche schienen seine Probleme vorbei zu sein. Zwei Polizisten bewachten das Ende der Station. Die Kompetente Schwester Catherine Konstantinoff bewegte sich leise zwischen den Betten. Spät in der Nacht stattete sie der Station einen letzten Besuch ab. Sie beugte sich über Christo Trojanoff, strich sein Kissen glatt, tätschelte seinen Kopf, zog eine Pistole unter ihrer Schürze hervor und blies sein Gehirn aus.

"Als ein gute Mazedonierin," sagte sie, "konnte ich nicht zögern."

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