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Bitola lebt immer noch auf Bombenfeld vom ersten Weltkrieg


Die Bevölkerung der mazedonischen Stadt Bitola lebt quasi auf einem Bombenteppich. 29.000 Explosive Kriegsreste - 100 Tonnen Material - liegen hier schätzungsweise noch unter der Erde. Diese Waffen entstammen allerdings keinem aktuellen Konflikt. Sie sind allesamt mehr Überreste aus dem Ersten Weltkrieg, unweit verlief der Frontverlauf der "Makedonischen Front".

Eigentlich müsste in Bitola mit viel Geld und Aufwand und mit professioneller Minenräumung systematisch die Erde von der Gefahr gesäubert werden. Doch leider fehlt das Geld - und deshalb fehlen auch die Spezialistinnen und Spezialisten. Und so kommt es, dass die Kriegsreste eher zufällig durch Bauarbeiter entdeckt werden.

Die meisten Überbleibsel liegen tief in der Erde vergraben und deswegen werden sie zum Glück selten zum Explodieren gebracht. Die Gefahr ist dennoch allgegenwärtig.

Zwar arbeiten 10 Prozent aller Entminer in Mazedonien in Bitola - doch bei 10 Minenräumern in ganz Mazedonien bedeutet das, dass die Stadt einen festangestellen Entminer hat.


Aber nicht nur Kriegsmaterial wird in der Gegend um Bitola gefunden, so entdeckten "Schatzsucher" alten französischen Cognac und Wein in den alten Schützengräben und Bunkeranlagen. Manch alter Edler Tropfen wurde bis zu 5000 Euro geschätzt, mehr dazu auf unserem Tourismus Blog HIER.

Im ersten Weltkrieg wurde Bitola mehrfach bombardiert, meist durch bulgarische Artillerie. Die Stadt trug unzählige Schäden davon, besonders im Zeitraum 1916-1918 waren die Bombardierungen extrem. Unzählige Opfer aus der Zivilbevölkerung gab es zu beklagen, auch nach Gasangriffen auf die Stadt. Einen Bericht dazu findet Ihr hier auf unserem Blog, LINK.

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