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Mazedonien muss Islamischer Gemeinschaft Entschädigung für Moschee zahlen


Der Oberste Mazedonische Gerichtshof entschied, dass die Republik Mazedonien der Islamischen Religionsgemeinschaft Mazedoniens (IVZ) 9.349.220 Denar, oder etwa 152.000 Euro, Entschädigung für die beschädigte Moschee in Aracinovo während des Konflikts von 2001 zu zahlen habe.

Der Richterrat des Obersten Gerichtshofs wies den Antrag der Republik Mazedonien zur Revision des Entschädigungsverfahrens ab. Zusätzlich trägt der Staat die Verfahrenskosten in Höhe von 9.300 Euro. Die Entschädigung sollte für das beschädigte Holz gezahlt werden, das für den Bau der neuen Moschee angeschafft wurde.

Gemäß der Erklärung des Obersten Gerichts, gab es auf dem Gebiet des Dorfes Arachainovo in der Zeit vom 22.06.2001 bis 24.06.2001 militärische Aktionen mit massiven Beschuss aus Flugzeugen, Panzern und Granatwerfern/Artillerie mit 10.000 Granaten pro Tag. Während der Kampfhandlungen wurden die Moscheen im Dorf Aracinovo beschädigt, die untere oder alte Moschee, die obere Moschee und die neue Moschee welche sich im Bau befand. Letztere wurde bei den Kampfhandlungen durch Beschuss in Brand gesetzt und komplett beschädigt.

Der Oberste Gerichtshof kam zu dem Schluss, dass die Vorinstanzen das materielle Recht korrekt angewandt haben, als sie die Forderung des Klägers IVZ annahmen. In Anbetracht des Inhalts der gesetzlichen Bestimmung des Artikels 166 Absatz 1 des Gesetzes über obligatorische Pflichten, und der unbestreitbaren Tatsache, dass die Schäden infolge von Gewalttaten aufgetreten sind - in diesem Fall militärische Aktionen.


Schlacht um Aracinovo


Im Jahr 2001 griffen albanische Terroristen der UCK den mazedonischen Staat an, unter anderem kam es bei Aracinovo zu den kontroversesten Auseinandersetzungen zwischen den mazedonischen Sicherheitskräften und den Terroristen der UCK.

Am 9. Juni besetzte die UCK Aracinovo, oberhalb Skopje auf einem Berghang gelegen liegt das Dorf. Die Terroristen drohten von dort die mazedonische Hauptstadt zu bombardieren. Am 21. Juni um 4:30 morgens starteten die mazedonischen Sicherheitskräfte eine Offensive gegen die Kräfte in Aracinovo.

Die mazedonischen Kräfte gelangten bis zum Friedhof in Aracinovo vor, während sich die Terroristen im Bereich um die neue Moschee zur Verteidigung zusammen zogen. Deshalb wurde der Bereich um die Moschee massiv angegriffen, unter anderem am Tag später durch Hubschrauberangriffe. Die Kampfhandlungen hielten bis zum 25. Juni, 13 Uhr, an.

Bei den Kämpfen sollen auf Seiten der albanischen Terroristen auch Amerikaner und Briten gekämpft haben, als auch die UCK Kämpfer ausgebildet haben.

Mazedonien vereinbarte mit der NATO und OSCE das die Terroristen aus dem Ort abziehen könnten, was auch nach dubiosen Umständen in der Nacht vom 25. auf dem 26. Juni 2001 geschah. Die Terroristen zogen mit den NATO Kräften aus dem Ort ab, wohin weiß bis heute in Mazedonien keiner...

Mehr dazu auf der mazedonischen Wikipedia Seite.

Siehe dazu auch unseren Artikel auf Mein Makedonien: Mazedonien - Das Doppelspiel der Amerikaner

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