Die antike makedonische Stadt Dion


Dion liegt im heutigen Nordgriechnland, oder wie die Makedonier sagen in Ägäis Makedonien welches 1913 von Griechenland annektiert wurde.
Die antike makedonische Stadt lag am östlichen Bergabhang des Olymp zur Küstenebene hin und gilt in der Forschung als das heilige Zentrum der Makedonier. Die erste Erwähnung von Dion stammt von dem antiken Historiker Thukydides, der die Stadt ca. 424 v.Chr. erstmals erwähnte. Seit dieser Zeit  und bis Mitte des 5. Jahrhunderts n.Chr. erlebte Dion eine bemerkenswerte Entwicklung. Der Niedergang der Stadt erfolgte durch Erdbeben und Hochwasser im 4. und 5. Jahrhundert n.Chr. 

Dion war aber nicht von den Makedonen gegründet, sondern von dem thrakischen Stamm der Pierier. Um 700 v.Chr. wurde die Stadt von den Makedonen erobert und die Einwohner unter Perdikkas I. umgesiedelt. 
Der makedonische König Archelaos I. (413–399 v.Chr.) ließ hier erstmals olympische Festspiele ausrichten und hob damit das Ansehen der Stadt deutlich.
König Archelaos zu Ehren wurde der Tempel des Zeus gebaut. Der Ort stieg zu einem religiösem Zentrum der Makedonen auf. Später diente Dion als Militärfestung unter König Philipp II., der Vater Alexanders des Großen. 

Die Stadt war aber über Jahrhunderte hinweg von Bedeutung - Reste von Stadtmauern, antiken und römischen Theatern, makedonische Gräber, zahlreiche Statuen als auch ein ägyptischer Isis-Tempel sowie das Asklepius- und das Demeter-Heiligtum belegen dies deutlich.
Die Stadt wurde von massiven Stadtmauern und Türmen geschützt und hatte ein dichtes und gepflastertes Straßennetz - 15 Straßen konnten bis jetzt freigelegt werden. Sehr beeindruckend war auch die sehr große Badeanlage mit einem komplizierten System für die Wasserzuleitung der auch gelegentlich als "navigierbarer Kanal" bezeichnet wird.
Hinter den Stadtmauern befanden sich das römische und des antike Theater, ein Stadion, das Heiligtum der ägyptischen Göttin Isis. In den letzten Jahren wurden unmittelbar nördlich des Isis-Tempels Reste eines Heiligtums zu Ehren Zeus entdeckt.

Der genaue Standort des antiken Dions wurde 1806 von dem Forscher und Reisenden W.M. Leake entdeckt. Die ersten Ausgrabungen begannen jedoch deutlich später ab 1928 bis 1931, angeführt vom Professor Sotiriadis der Universität Thessaloniki. Die dritte Phase der Ausgrabungen wurden erst 1973 von dem Professor Dimitrios Pantermalis weitergeführt, der auch zur Errichtung eines großen archäologischen Parks in Dion beitrug.

Die Mehrheit der archäologischen Funde stammen aus der Römischen und der Frühchristlichen Zeit - Öffentliche Gebäude, Läden, Werkstätten, luxuriöse Häuser, Tempeln, Badeanlagen und zwei Theater sind Zeugnisse davon. Aber der beeindruckendste Fund ist eine antike "Hydraulis", eine Art "Wasserorgel" das mit Hilfe von Wasser Töne produzierte. Dies dürfte die älteste Orgel der Welt sein, allerdings deutet das geschätzte Baujahr im 2 Jhdt. n.Chr auf eine römische Erfindung hin.

Die Mehrheit der Funde wird in dem 1983 gegründeten Archäologischen Museum in Dion ausgestellt. 



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