Mazedonische Front 25. April 1917: Beginn der (britisch-bulgarischen) Schlacht von Dojran



Nach einem viertägigen Artillerie-Sperrfeuer rückt die britische Infanterie mit dem Ziel vor, die bulgarischen Linien an der mazedonischen Front zu durchbrechen. Bis zu 43 000 Soldaten in drei Divisionen sind für den Angriff zusammengezogen worden.

Die mazedonische Front hatte sich Ende 1915 herausgebildet. Nach der Kriegserklärung Österreich-Ungarns gegen Serbien wurden die österreichisch-ungarischen Truppen in ihrem Vormarsch auf serbisches Territorium anfänglich zurückgeschlagen. Eine zweite Invasion im Verein mit deutschen und bulgarischen Kräften im Oktober 1915 erwies sich als wirkungsvoller und zwang die serbischen Truppen zum Rückzug in Richtung albanisch-adriatische Küste. Französische und britische Einheiten wurden nach Griechenland entsandt, trafen aber zu spät ein, um die zurückweichenden serbischen Truppen noch unterstützen zu können. Seither richten die alliierten Truppen die mazedonische Front ein, die sich von der albanischen bis zur ägäischen Küste erstreckt. Dort stehen britische, französische, russische, italienische, albanische und serbische Soldaten jenen der österreichisch-ungarischen, bulgarischen, deutschen und zweitweise osmanischen Einheiten gegenüber.

Bei Dojran erobern die Briten anfänglich einige bulgarische Schützengräben, sind aber gezwungen, sich auf ihre ursprünglichen Positionen zurückzuziehen, als der Angriff an anderer Stelle scheitert. Spätere Versuche, erneut vorzurücken, werden bis zum 27. April zurückgeschlagen. Die britischen Kommandeure sind frustriert, weil ihnen kein Durchbruch gelingt. Anfang Mai starten sie daher einen erneuten Vorstoß, der aber wieder zurückgeschlagen wird. Als die Schlacht von Dojran schließlich am 8. Mai endet, haben die Briten 12 000 Männer und die Bulgaren mehr als 2000 Männer verloren.
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