Ausstellung in Wien: Mazedonien und die Mazedonier im Ersten Weltkrieg


Mittwoch 24. Mai 2017
18:00 Uhr - 21:30 Uhr
Mazedonien und die Mazedonier im Ersten Weltkrieg

Der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums/MHI, HR Dr. M. Christian Ortner, erlaubt sich, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung Mazedonien und die Mazedonier im Ersten Weltkrieg in das Heeresgeschichtliche Museum (Ruhmeshalle) Arsenal, Objekt 18, 1030 Wien einzuladen.
Im Anschluss wird zu einem vin d’honneur geladen.

Einleitende Worte: 
Dr. Christoph Hatschek (Stellvertretender Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums/MHI)
Worte zur Ausstellung
Prof. Dr. Aleksandar Stojcev (Director of Military Museum within the Ministry of Defence of the Republic of Macedonia)

Eröffnung
Ihre Exzellenz Dr. Vasilka Poposka Trenevska (ao. u. bev. Botschafterin der Republik Mazedonien)

Hinweis:
Im Rahmen der Veranstaltung werden Videoaufnahmen und Fotos angefertigt. Mit Ihrer Teilnahme stimmen Sie der Veröffentlichung dieser Aufnahmen zu.

Text zur Ausstellung:
In Folge der Balkankriege 1912-1913 kam es zur Aufteilung Mazedoniens unter den benachbarten Monarchien. Dies war gleichzeitig mit einer Assimilierungspolitik gegenüber der gesamten Bevölkerung verbunden. Da es zu Beginn des Ersten Weltkrieges keinen unabhängigen Staat Mazedonien gab, kämpften mazedonische Wehrpflichtige auf Seiten der verschiedenen kriegsbeteiligten Staaten. Fast 60.000 Mazedonier waren in der serbischen Armee, beinahe 133.000 Mazedonier befanden sich in den Streitkräften Bulgariens und rund 20.000 Mazedonier wurden in Griechenland zum Militärdienst eingezogen.
Somit kämpften auf Seiten der Mittelmächte als auch der Entente insgesamt 213.000 Mazedonier als Soldaten und Offiziere, die sich unmittelbar an der österreichisch-serbischen Front 1914/1915 sowie in weiterer Folge an der mazedonischen Front 1915 – 1918 gegenüberstanden. Unter den Millionen von Opfern am Ende des Weltkrieges, befinden sich allein rund 50.000 Tote sowie 70.000 verwundete und vermisste Mazedonier.
Bei der 1919 in Paris abgehaltenen Friedenskonferenz wurde der mazedonischen Antrag auf Anerkennung der eigenen Rechtspersönlichkeit für Mazedonien sowie der Zulassung eine eigenen mazedonische Delegation zu den Verhandlungen abgewiesen und Mazedonien in Folge der Friedensverträge von Versailles und Neuilly erneut unter seinen Nachbarländern aufgeteilt. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sollte Mazedonien seine Eigenstaatlichkeit zurückerlangen und sich nach einem Referendum schließlich im Jahre 1991 als souveräne und unabhängige und Republik erklären.
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